Bohrstrangzirkulationssysteme sind Vorrichtungen zur Steuerung der Fließrichtung von Bohrflüssigkeit im Bohrstrang. Über der Bohrgarnitur im Bohrstrang eingebaut, ermöglichen diese Geräte, den Fließweg der Bohrflüssigkeit aus dem Innenkanal des Bohrstranges in den äußeren Ringraum um den Bohrstrang mehrmals (bis 4, 6 oder 8 Aktivierungszyklen je nach dem BZS-Modell) umzuschalten und somit Abdichtmaterialien zur Bekämpfung von Spülungsverlusten (die so genannten Lost Circulation Materials, LCM) in die Gesteinsformation einzupumpen. Dabei werden die teuren Geräte in der Bohrgarnitur, solche wie MWD/LWD Systeme und Bohrmotoren, vor Beschädigungen durch LCM geschützt, ohne dass der Bohrstrang aus dem Bohrloch extra gefahren werden muss.